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Die Aufnahme (Anlage) stammt aus Rom und zeigt den über dem Tiber aufragenden Aventinhügel. Der Himmel ist leider denkbar langweilig. Nun bietet digitale Bildbearbeitung bekanntlich nicht nur die Möglichkeit, Fotos hinsichtlich Helligkeit, Farbe oder Schärfe zu optimieren, sondern Sie können mit Montagen auch Elemente unterschiedlicher Bilder zusammenfügen. Dabei müssen Sie sich allerdings immer bewußt machen, dass der dokumentarische Charakter Ihrer Aufnahme dabei verloren geht. Solche Eingriffe reichen vom harmlosen Einsatz des Stempelwerkzeugs, um eine durch die Szene summende Fliege zu löschen, bis hin zu üblen Fälschungen.
Farbauswahl Um den Himmel in unserem Rom-Foto gegen einen neuen ersetzen zu können, muss der vorhandene zunächst einmal exakt ausgewählt werden. Der Zauberstab ist dazu weniger geeignet, da er immer Auswahlen mit harten Pixelkanten erzeugt. Die bessere Lösung: Umranden Sie mit dem Lasso-Werkzeug zunächst den kompletten Himmel und schließen Sie auch Bereiche in diese Auswahl mit ein, die durch Bäume oder Gebäudeteile hindurch sichtbar sind. Dann öffnen Sie den Dialog Auswahl > Farbbereich, klicken im kleinen Vorschaufenster auf eine typische Stelle des Himmels und legen durch Verschieben des Toleranz-Reglers fest, wie stark ähnliche Farben in die neue Auswahl einbezogen werden sollen. Diese werden in der Vorschau weiß beziehungsweise hell angezeigt.
Himmel einfügen Da Sie zuvor bereits eine manuelle Lasso-Auswahl aufgezogen hatten, betrifft die folgende Farbauswahl nur Bereiche innerhalb davon. Unsaubere Stellen korrigieren Sie anschließend. Nun suchen Sie ein Foto mit passendem Himmel, wählen ihn in der entsprechenden Bilddatei aus (Auswahl > Alles auswählen, danach Bearbeiten > Kopieren) und gehen im Rom-Foto zu Bearbeiten > In die Auswahl einfügen. Der Himmel wird als neue Ebene eingefügt und erhält eine Ebenenmaske (die schwarzweiße Darstellung rechts in der Zeile der Ebenenpalette; Maskiertes wird dort schwarz angezeigt, Sichtbares weiß). Da in diesem Fall Maske und Bild nicht verkettet sind, können Sie den Himmel frei verschieben, in der Größe ändern und so beliebig anlassen. Achten Sie bei der Wahl des Himmels-Fotos nicht nur auf übereinstimmende Beleuchtungsrichtung und Tageszeit, sondern auch auf eine identische Horizonthöhe, damit die beiden Fotos wirklich zusammen passen.
Vordergrund verstärken Da der Himmel des Originalbilds eher diesig war, erschienen auch Gebäude und Vegetation ziemlich flau. Also versuchen Sie es für diese Ebene mit einer automatischen Kontrast- oder Tonwertkorrektur, damit der Vordergrund besser zur Beleuchtungssituation der Wolken passt. Am Rande: Ist Ihnen aufgefallen, dass der Himmel in dieser Version gegenüber dem letzten Bild horizontal gespiegelt wurde? Nur so passt er zur Lichtrichtung des Hügels, bei dem die Sonne offensichtlich von rechts kommt, wie man an den Schatten ablesen kann. Die Spiegelungsfunktion finden Sie unter Bearbeiten > Transformieren.
Farben anpassen Mitunter finden Sie vielleicht das Foto eines sehr eindrucksvollen Himmels, das Sie gern in Ihrer Montage als neuen Hintergrund verwenden möchten. Bedenken Sie dabei aber, dass die zusammengefügten Elemente eine glaubwürdige Einheit ergeben müssen. Bleiben die Farben des Vordergrunds so wie im Original (links), dann sieht das Ergebnis nur wie eine schlechte Montage aus. Setzen Sie also die diversen Farb- und Helligkeitsregler von Photoshop ein, um diese Ebene dunkler zu machen und die Rot- und Gelbanteile zu verstärken. Dabei hilft Ihnen zum Beispiel Bild > Anpassungen > Farbbalance (rechter Bildteil).
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